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Warum Kalorienzählen nach zwei Wochen scheitert

· 5 Minuten Lesezeit

Fast jeder, der schon einmal Kalorien gezählt hat, kennt den Verlauf: Die erste Woche läuft gut, die zweite wird lückenhaft, und irgendwann in der dritten ist die App nur noch ein Symbol auf dem Handy. Das liegt selten an fehlender Disziplin. Es liegt daran, wie sich das Zählen anfühlt.

Heute-Bildschirm von zweitaps: 1.085 kcal, drei Mahlzeiten, unten die Plus-Taste
Ein ruhiger Tag: eine Zahl, drei Mahlzeiten, kein Ring, kein Streak.

Der Anfang ist leicht, weil er neu ist

Am ersten Tag macht das Eintragen sogar Spaß. Man lernt, dass ein Brötchen mehr hat als gedacht und ein Apfel weniger. Die Zahl am Abend ist interessant, fast wie ein kleines Experiment mit sich selbst.

Nach ein paar Tagen ist die Neugier befriedigt. Was bleibt, ist die Arbeit: Suchen, Auswählen, Menge eingeben, Bestätigen. Für jede Mahlzeit, jeden Snack, jeden Kaffee mit Milch. Und genau hier entscheidet sich, ob jemand dabeibleibt.

Was die Apps daraus gemacht haben

Wir haben für zweitaps mehr als 13.000 kritische Bewertungen von fünf bekannten Kalorien-Apps gelesen. Google Play und App Store, deutschsprachig, jeweils nach den schlechtesten Bewertungen sortiert. Das Bild ist erstaunlich einheitlich.

Die am häufigsten bestätigte Bewertung einer der größten Apps lautet sinngemäß: Es fing mit der übertriebenen Gamification und den unnötigen Animationen an. Mehr als tausend Menschen haben das als hilfreich markiert. Eine andere beschreibt zwei bis drei sinnfreie Animations-Dialoge bei jeder Eingabe. Wieder eine andere: Nach drei Tagen ohne Eintrag fängt die App wieder von vorn an mit ihren Fragen.

Rund ein Drittel der kritischen Bewertungen bei diesem Anbieter dreht sich um Pop-ups, Streaks oder Abo-Werbung. Bei einer anderen App, die viele als ruhige Alternative genutzt haben, steht in der meistgelesenen Kritik: Wo man früher mit zwei Klicks eine Mahlzeit eintragen konnte, muss man sich jetzt durch ewig lange Menüs wühlen.

Auffällig ist, wer das schreibt. Es sind nicht die Leute, die nach drei Tagen aufgegeben haben. Es sind zahlende Nutzer, die zwei, fünf, fünfzehn Jahre dabei waren. Sie wollen weitermachen. Die App lässt sie nicht.

Der eigentliche Grund: Reibung und ein schlechtes Gewissen

Streaks, Diamanten und Konfetti sind nur die sichtbare Seite. Darunter liegen zwei Dinge, die jedes Ernährungstagebuch früher oder später zum Kippen bringen.

Reibung

Jeder zusätzliche Schritt zwischen dem Gedanken „ich sollte das eintragen“ und dem fertigen Eintrag kostet ein bisschen Bereitschaft. Ein Pop-up hier, eine Rückfrage dort, ein Ladebalken, ein Hinweis auf die Premium-Version. Einzeln ist jedes davon harmlos. Zusammen sorgen sie dafür, dass man den Kaffee eben nicht einträgt. Und dann das Mittagessen auch nicht, weil der Tag ohnehin schon unvollständig ist.

Schuldgefühl

Das zweite Problem ist leiser. Eine App, die Flammen zeigt, wenn man dranbleibt, zeigt auch, wenn die Flamme erloschen ist. Ein Fortschrittsring, der sich rot färbt, sagt nicht „heute war ein besonderer Tag“, sondern „du hast versagt“. Viele Menschen erleben das nicht als Motivation, sondern als Druck. Und Druck ist das, was sie beim Thema Essen ohnehin schon zu viel haben.

Wer dann einen Tag auslässt, hat plötzlich nicht nur einen fehlenden Eintrag, sondern eine unterbrochene Serie, eine Benachrichtigung und ein leises Gefühl, dass es sich jetzt auch nicht mehr lohnt. Das ist der Moment, in dem die meisten aufhören. Nicht, weil Kalorienzählen nicht funktioniert, sondern weil die App aus einer neutralen Notiz ein Urteil gemacht hat.

Was Tracking eigentlich leisten soll

Es lohnt sich, kurz zurückzugehen. Warum will man überhaupt aufschreiben, was man isst? In den allermeisten Fällen nicht, um eine Zahl zu treffen, sondern um ein Gefühl zu bekommen. Wie viel ist eigentlich ein normaler Tag bei mir? Wo kommt das meiste her? Was passiert, wenn ich abends etwas weniger nehme?

Dafür braucht es keine Perfektion. Ein Tagebuch, das an fünf von sieben Tagen ungefähr stimmt, ist wertvoller als eines, das drei Tage lang gramm-genau war und dann abgebrochen wurde. Die Ehrlichkeit ist wichtiger als die Vollständigkeit.

Genau das steht auch in den Bewertungen, nur zwischen den Zeilen. Die Leute loben die Datenbank, den Barcode-Scanner, die Zahl am Abend. Sie beschweren sich über alles, was drumherum gebaut wurde. Der Kern war nie das Problem.

Was stattdessen hilft

Aus den Bewertungen und aus eigener Erfahrung lassen sich ein paar einfache Regeln ableiten, die das Dranbleiben leichter machen:

  • Das Eintragen muss kürzer sein als das Essen selbst. Wenn ein Joghurt zehn Sekunden dauert und der Eintrag dreißig, gewinnt auf Dauer der Joghurt.
  • Kein Urteil. Die Zahl darf hoch sein, ohne dass das Handy rot wird. Ein Tag ist ein Tag, kein Test.
  • Keine Serie, die reißen kann. Wer eine Woche im Urlaub nichts einträgt, sollte danach genauso weitermachen können wie vorher. Ohne Neustart, ohne Fragen.
  • Wiederholung nutzen. Die meisten Menschen essen zu achtzig Prozent dieselben zwanzig Dinge. Wer die schnell wiederfindet, muss fast nie suchen.
  • Nichts, was ablenkt. Keine Werbung, keine Abo-Hinweise, keine Fragen, die man schon beantwortet hat.

Nichts davon ist eine Erkenntnis der Ernährungswissenschaft. Es ist einfach das, was übrig bleibt, wenn man die Reibung wegnimmt.

Warum wir zweitaps genau so bauen

zweitaps ist unsere Antwort auf diese Bewertungen. Die App zeigt deinen Tag und ein Plus. Unter dem Plus steht, was du schon einmal hattest. Ein Tap darauf, und es ist eingetragen. Zwei Taps, fertig, App zu. Es gibt keine Streaks, keine Diamanten, keine Animationen und keine Pop-ups. Kein Abo, sondern ein Preis. Deine Daten bleiben auf deinem Handy.

Wir versprechen dir damit keine Ergebnisse. Wir versprechen dir, dass die App dir nicht im Weg steht, wenn du ehrlich mit dir sein willst. Das ist, so glauben wir, der Unterschied zwischen zwei Wochen und einem ruhigen halben Jahr.

Wenn dich das anspricht, trag dich auf die Warteliste ein. Du bekommst genau eine Mail, wenn zweitaps im App Store und bei Google Play ist.

Häufige Fragen

Warum höre ich nach ein paar Wochen auf, Kalorien zu zählen?

Meist nicht aus mangelnder Disziplin, sondern wegen Reibung: Jeder Eintrag braucht zu viele Schritte, und Streaks oder Fortschrittsringe machen aus einem ausgelassenen Tag ein schlechtes Gewissen. Wer beides wegnimmt, bleibt deutlich leichter dabei.

Muss ich jeden Tag lückenlos eintragen, damit Kalorienzählen etwas bringt?

Nein. Ein Tagebuch, das an den meisten Tagen ungefähr stimmt, ist wertvoller als eines, das drei Tage lang exakt war und dann abgebrochen wurde. Ein ausgelassener Tag ist eine Lücke, kein Versagen.

Was macht zweitaps anders als YAZIO, MyFitnessPal oder FDDB?

zweitaps hat keine Streaks, keine Diamanten, keine Animationen, keine Pop-ups und kein Abo. Was du schon einmal gegessen hast, trägst du in zwei Taps ein. Die Daten bleiben auf dem Handy, es gibt kein Konto.

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