Kalorien per Foto: Was die Schätzung kann, was nicht
Ein Foto vom Teller, und die Kalorien stehen da. Das klingt nach dem kürzesten Weg ins Tagebuch. Es ist auch ein guter Weg, wenn klar ist, was so eine Schätzung kann und was nicht. Hier steht beides, und wie zweitaps damit umgeht.

Was ein Foto ungefähr trifft.
Auf dem Foto ist ungefähr das zu sehen, was du auch siehst. Reis, Hähnchen, eine Sauce, etwas Grünes. Daraus lässt sich sagen, um welche Art Gericht es geht, und aus Tellergröße und Fläche grob, wie viel davon da liegt.
Das ist mehr, als es klingt. Bei vielen Alltagsgerichten, einem Curry, Nudeln, einem belegten Brot, liegt die Schätzung in einem Bereich, der für ein Tagebuch reicht. Nicht, weil sie genau ist, sondern weil sie in ein paar Sekunden da ist und die Größenordnung stimmt.
Was auf keinem Bild zu sehen ist.
Manches steht auf keinem Foto. Wie viel Öl in der Pfanne war. Ob die Sauce mit Sahne oder mit Joghurt gemacht ist. Ob unter dem Salat noch eine Schicht Nudeln liegt. Ob die Milch fettarm ist. Wie tief die Schüssel ist. Ein Teller von oben zeigt Fläche, nicht Gewicht. Ein Berg Reis und eine flache Schicht Reis können auf dem Foto gleich aussehen. Das sind keine Kleinigkeiten. Bei ein und demselben Foto können das hundert bis dreihundert Kalorien Unterschied sein.
Dazu kommt, dass zwei Fotos vom selben Teller, aus leicht anderem Winkel, verschiedene Zahlen liefern können. In den Rezensionen der Foto-Apps steht genau das. „Die Werte vom Fotoscan weichen teilweise um das 5x fache von der manuellen Eingabe ab.“ Rezension im App Store, Juli 2026. Über eine andere App heißt es, sie sei „etwas willkürlich und berechnet für ein und das selbe verschiedene Kalorien“. App Store, April 2026. Das ist kein Fehler einer bestimmten App. So ist eine Schätzung aus einem flachen Bild.
Eine Schätzung, die so heißt.
Das Problem entsteht selten bei der Schätzung selbst. Es entsteht bei der Anzeige. Wenn eine App „487 kcal“ zeigt, sieht das nach Wissen aus. Es ist eine Schätzung, die auch 380 oder 620 heißen könnte. Eine Zahl mit Nachkommastelle ist nicht genauer. Sie sieht nur so aus.
Wer das nicht weiß, glaubt der Zahl. Wer es später merkt, weil die Küchenwaage 320 g sagt und die App 180 geschätzt hat, glaubt der ganzen App nicht mehr. In den Rezensionen der Foto-Apps ist das der häufigste Grund für einen Stern. Die Schätzung lag daneben, und das Korrigieren war so umständlich, dass viele die ganze App weglegten.
In zweitaps ist das Foto deshalb eine Abkürzung in denselben Eintrag, den du auch über Suche oder Barcode bekommst. Das Ergebnis heißt Schätzung und sieht auch so aus. Ein Gericht, eine Menge in Gramm, eine Kalorienzahl. Alle drei kannst du gleich ändern.
Gramm ändern, speichern.
Nach dem Foto siehst du keinen fertigen Eintrag, sondern das Mengenblatt, das du aus der Suche kennst. Oben das Gericht, darunter die geschätzte Menge in Gramm und die Kalorien dazu. Darunter eine Schnellwahl für übliche Mengen und ein Feld, in das du eine eigene Zahl tippst.
Wenn die Schätzung passt, tippst du auf „Hinzufügen“. Wenn es eher eine große Portion war, tippst du auf 200 g. Wenn du den Teller gewogen hast, tippst du 265 ein. Die Kalorien rechnen mit. Das ist ein Tap, manchmal zwei, und in keinem Fall eine neue Suche. Danach ist der Eintrag ein Eintrag wie jeder andere. Er steht unter „Zuletzt“, und beim nächsten Mal sind es zwei Taps.
Die Kamera ist nie der einzige Weg. Der Teller kann auch schon abgeräumt sein: dann nimmst du ein Bild aus deiner Mediathek, der Rest läuft gleich. Wenn das Foto nichts liefert oder du keine Lust auf ein Foto hast, sind Suche, Barcode und „Zuletzt“ einen Tap entfernt. Ohne Netz bleibt dir „Zuletzt“, denn Suche, Barcode und Foto brauchen eine Verbindung. Eine Schätzung, die du nicht ändern kannst, hilft nicht.
Zum Bild selbst. Es geht an unseren Server und an einen KI-Anbieter, wird geschätzt und dort nicht gespeichert. Auf deinem Handy bleibt es: Trägst du die Schätzung ein, liegt das Bild bei diesen Einträgen, damit du in zwei Wochen noch siehst, was auf dem Teller war. Es verlässt dein Handy nicht, und mit dem letzten Eintrag dazu ist es weg.
Gramm, nicht Unzen.
Ein zweiter Punkt aus den Rezensionen ist die Einheit. Viele Foto-Apps kommen aus den USA und rechnen in Unzen, Cups und „Portionen“. Jemand schreibt im App Store, Februar 2026: „anstatt 30g Ziegenkäse sagt er 1/2 quadrat inch Ziegenkäse oder 4 3/5 portion. Wie viel gramm diese portion ist weiß aber keiner.“
Das ist nicht nur unpraktisch. Es macht das Korrigieren unmöglich. Wer nicht weiß, was eine Portion ist, kann nicht sagen, ob es eine oder zwei waren. In zweitaps gibt es deshalb Gramm für Essen und Milliliter für Getränke, keine andere Einheit. Die Schätzung sagt „ungefähr 350 g“, nicht „1,5 Portionen“. Wenn du eine Küchenwaage hast, übernimmst du die Zahl von der Waage.
Und die Lebensmittel sollen die sein, die es hier im Supermarkt gibt. Über dieselbe App schreibt jemand: „Heidelbeeren z. B kennt das System gar nicht und macht daraus Heidelberg“. App Store, 2025. In zweitaps sind es deutsche Produkte mit deutschen Namen. Heidelbeeren bleiben Heidelbeeren.
Wann sich das Foto lohnt.
Das Foto ist vor allem in drei Fällen der beste Weg. Beim Essen außer Haus, wo es keine Packung und kein Rezept gibt. Bei gemischten Tellern mit mehreren Teilen, die du sonst einzeln suchen müsstest. Und immer dann, wenn du sonst gar nichts eintragen würdest.
Bei verpackten Produkten ist der Barcode genauer und genauso schnell. Bei allem, was du regelmäßig isst, ist „Zuletzt“ in zwei Taps schneller als jede Kamera.
Eine Schätzung ist kein Makel. Sie ist gut, wenn sie so heißt, wenn du sie in einem Tap änderst und wenn sie in Gramm kommt. So bauen wir sie.
Wenn du so ein Tagebuch willst, fang im Browser an. Ohne Konto bleiben die Einträge auf dem Handy, mit Konto sind sie auf allen Geräten.
Häufige Fragen
Wie genau ist eine Kalorien-Schätzung per Foto?
Bei vielen Alltagsgerichten stimmt die Größenordnung. Öl, Sahne in der Sauce, eine Schicht unter dem Salat und die Tiefe der Schüssel sind auf einem Bild nicht zu sehen. Das können hundert bis dreihundert Kalorien Unterschied sein. Deshalb zeigt zweitaps das Ergebnis als Schätzung, die du gleich änderst.
Kann ich die Foto-Schätzung in zweitaps korrigieren?
Ja, in einem Tap. Nach dem Foto siehst du das Gericht, die geschätzte Menge in Gramm und die Kalorien. Du tippst eine Schnellwahl an oder gibst eine eigene Grammzahl ein, die Kalorien rechnen mit. Auf unserem Server wird das Bild nicht gespeichert; auf deinem Handy bleibt es bei den Einträgen, bis du sie löschst.
Rechnet zweitaps in Gramm oder in Portionen?
In Gramm für festes Essen und in Millilitern für Getränke. Keine Unzen, keine Cups, keine „Portionen“. Die Schätzung sagt zum Beispiel „ungefähr 350 g“, und eine gewogene Zahl übernimmst du direkt.