zweitaps

Foto vom Teller: Was eine Kalorien-Schätzung kann

· 6 Minuten Lesezeit

Ein Foto vom Teller machen und die Kalorien stehen da. Das klingt nach der einfachsten Art, ein Ernährungstagebuch zu führen. Es ist auch eine gute Art, wenn man weiß, was so eine Schätzung leisten kann und was nicht. Dieser Text erklärt beides, ohne Werbeversprechen.

Teller fotografieren: Kamerabild mit einem Salat mit Hähnchen, oben der Hinweis „Teller ganz ins Bild nehmen“, unten der Auslöser
Teller ins Bild, auslösen. Die Schätzung landet als Eintrag, den du in Gramm korrigierst.

Was ein Foto wirklich erkennen kann

Eine Bilderkennung sieht auf dem Teller ungefähr das, was du siehst: Reis, Hähnchen, eine Sauce, etwas Grünes. Sie kann daraus recht zuverlässig sagen, um welche Art Gericht es sich handelt, und sie kann anhand der Tellergröße und der Fläche grob schätzen, wie viel davon da liegt.

Das ist mehr, als es klingt. Für viele Alltagsgerichte, ein Curry, ein Nudelgericht, ein belegtes Brot, liegt eine solche Schätzung in einem Bereich, der für ein Ernährungstagebuch völlig ausreicht. Nicht, weil sie exakt ist, sondern weil sie in wenigen Sekunden da ist und die Größenordnung stimmt.

Was ein Foto nicht sehen kann

Es gibt Dinge, die auf keinem Bild zu erkennen sind, und hier wird jede „exakte“ Zahl aus einem Foto unehrlich.

Wie viel Öl in der Pfanne war. Ob die Sauce mit Sahne oder mit Joghurt gemacht ist. Ob unter dem Salat noch eine Schicht Nudeln liegt. Ob das Glas Milch fettarm ist oder nicht. Wie tief die Schüssel ist. Das sind keine kleinen Details, das können hundert bis dreihundert Kalorien Unterschied sein bei ein und demselben Foto.

Dazu kommt, dass Bilderkennung nicht immer dasselbe sagt. Zwei Fotos vom selben Teller, aus leicht anderem Winkel, können unterschiedliche Zahlen liefern. Nutzer von Foto-Apps beschreiben in Bewertungen genau das: Die Werte weichen teils deutlich von der manuellen Eingabe ab, oder die App berechnet für dasselbe Gericht verschiedene Kalorien. Das ist kein Fehler einer bestimmten App. Es ist die Natur einer Schätzung aus einem zweidimensionalen Bild.

Warum eine ehrliche Schätzung mehr wert ist als eine falsche Genauigkeit

Das eigentliche Problem entsteht nicht bei der Schätzung, sondern bei der Darstellung. Wenn eine App „487 kcal“ anzeigt, sieht das nach Wissen aus. Es ist aber eine Schätzung, die auch 380 oder 620 heißen könnte. Die Nachkommastelle in der Genauigkeit gibt es nicht, nur in der Anzeige.

Wer das nicht weiß, vertraut der Zahl. Und wer es irgendwann merkt, weil die Zahl nach dem Nachwiegen um das Doppelte daneben lag, verliert das Vertrauen in die ganze App. In den Bewertungen von Foto-Apps ist das der häufigste Grund für einen Stern: Nicht, dass die Schätzung ungenau war, sondern dass sie als genau verkauft wurde und sich nicht einfach korrigieren ließ.

Wir gehen deshalb anders damit um. In zweitaps ist das Foto eine Abkürzung in denselben Eintrag, den du auch über die Suche oder den Barcode bekommst. Das Ergebnis heißt Schätzung und sieht auch so aus: ein erkanntes Gericht, eine Menge in Gramm, eine Kalorienzahl. Alle drei kannst du sofort ändern.

Korrigieren in einem Tap

Der Unterschied liegt im Detail. Nach dem Foto siehst du keinen fertigen Eintrag, sondern das Mengenblatt, das du aus der Suche kennst. Oben das erkannte Gericht, darunter die geschätzte Menge in Gramm und die dazugehörigen Kalorien. Darunter Schnellwahl-Tasten für typische Portionen und ein Feld, in das du eine eigene Zahl tippen kannst.

Wenn die Schätzung passt, tippst du auf „Hinzufügen“. Wenn du weißt, dass es eher eine große Portion war, tippst du auf 200 g. Wenn du den Teller vorher gewogen hast, tippst du 265 ein. Die Kalorien rechnen sich sofort mit. Das ist ein Tap, manchmal zwei, und in keinem Fall ein neuer Suchvorgang.

Wichtig ist uns dabei: Die Kamera darf nie der einzige Weg sein. Wenn das Foto nichts Brauchbares liefert, wenn du kein Netz hast oder schlicht keine Lust auf ein Foto, dann sind Suche, Barcode und die Zuletzt-Liste einen Tap entfernt. Eine Schätzung, die man nicht korrigieren kann, ist keine Hilfe, sondern ein Risiko.

Gramm, nicht Unzen

Ein zweiter Punkt, der in Bewertungen von Foto-Apps immer wieder auftaucht, ist die Einheit. Viele dieser Apps kommen aus den USA und rechnen in Unzen, Cups und „Portionen“. Eine deutsche Nutzerin schreibt sinngemäß: Statt dreißig Gramm Ziegenkäse sagt die App „ein halber Quadratzoll“ oder „vier Fünftel Portion“. Wie viel Gramm das sind, weiß niemand.

Das ist nicht nur unpraktisch, es macht das Korrigieren unmöglich. Wer nicht weiß, was eine Portion ist, kann auch nicht sagen, ob es eine oder zwei waren. In zweitaps gibt es deshalb eine einzige Einheit für feste Lebensmittel: Gramm. Für Getränke Milliliter. Die Schätzung sagt „ungefähr 350 g“, nicht „1,5 Portionen“, und wenn du eine Küchenwaage hast, kannst du die Zahl direkt übernehmen.

Auch die Lebensmittel selbst sollen die sein, die es hier gibt. Die Datenbank hinter zweitaps kennt deutsche Produkte und deutsche Namen. Heidelbeeren bleiben Heidelbeeren.

Wann sich das Foto lohnt und wann nicht

Aus unserer Sicht ist das Foto vor allem in drei Situationen die beste Wahl: beim Essen außer Haus, wo du keine Packung und kein Rezept hast; bei gemischten Tellern mit mehreren Bestandteilen, die du sonst einzeln suchen müsstest; und immer dann, wenn die Alternative wäre, gar nichts einzutragen.

Weniger sinnvoll ist es bei verpackten Produkten, da ist der Barcode genauer und genauso schnell, und bei allem, was du regelmäßig isst, da ist die Zuletzt-Liste in zwei Taps schneller als jede Kamera.

Eine Schätzung ist kein Makel, sondern ein Werkzeug. Sie ist gut, wenn sie ehrlich beschriftet ist, wenn du sie in einem Tap anpassen kannst, und wenn sie in Einheiten kommt, mit denen du etwas anfangen kannst. So bauen wir sie.

Wenn du dir ein Tagebuch wünschst, das mit dir ehrlich ist, trag dich auf die Warteliste ein. Du bekommst eine einzige Mail, sobald zweitaps erscheint.

Häufige Fragen

Wie genau ist eine Kalorien-Schätzung per Foto?

Für viele Alltagsgerichte stimmt die Größenordnung. Öl, Sahne in der Sauce, versteckte Schichten und die Tiefe einer Schüssel sind auf einem Bild aber nicht zu erkennen, das können hundert bis dreihundert Kalorien Unterschied sein. Deshalb zeigt zweitaps das Ergebnis als Schätzung an, die du sofort ändern kannst.

Kann ich die Foto-Schätzung in zweitaps korrigieren?

Ja, in einem Tap. Nach dem Foto siehst du das erkannte Gericht, die geschätzte Menge in Gramm und die Kalorien. Du kannst eine Schnellwahl antippen oder eine eigene Grammzahl eintippen, die Kalorien rechnen sich sofort mit.

Rechnet zweitaps in Gramm oder in Portionen?

In Gramm für feste Lebensmittel und Milliliter für Getränke. Keine Unzen, keine Cups, keine „Portionen“. Die Schätzung sagt zum Beispiel „ungefähr 350 g“, und eine gewogene Zahl kannst du direkt übernehmen.

Weitere Artikel